Westfälische Nachrichten, 23.09.2015

Generalversammlung

5,5 Prozent für Energiegenossen

Mit 5,5 Prozent Dividende liegt die Bürgergenossenschaft „Energie für Saerbeck“ deutlich über Sparbuch und Festgeld.
194 000 Euro Bilanzgewinn werden demnächst für 2014 an rund 400 Genossen ausgeschüttet, erwirtschaftet mit Photovoltaik und dem Windrad im Bioenergiepark. Neueinsteiger könnten bald eine Chance bekommen.

Von Marlies Grüter

 

Zufriedene Gesichter gab es Montagabend in der Bürgerscheune bei den rund 100 versammelten Mitgliedern der Bürgergenossenschaft „Energie für Saerbeck“. Sie hatten sich zur Jahresversammlung getroffen und hörten von Vorstand und Aufsichtsrat durchweg positive Nachrichten. Eine der wichtigsten Mitteilungen: Aufgrund des guten Ergebnisses aus dem Jahr 2014 werden aus dem Bilanzgewinn Ende diesen Monats 194 000 Euro an die 400 Genossen ausgeschüttet. Das entspricht einer Dividende von 5,5 Prozent. „Das ist doch mehr als die Zinsen auf meinem Sparbuch“, war allenthalben zu hören.

„Unsere Anlagen, ob Photovoltaik oder Windrad, funktionieren sehr gut“, hatte zuvor der Aufsichtsratsvorsitzende Ewald Baar verkündet und die Gelegenheit genutzt, sich bei seinen Aufsichtsratskollegen Ansgar Heilker und Norbert Winter sowie bei den Vorständen Alfred Wennemann und Josef Wessels für die geleistete Arbeit zu bedanken.

Genaueres konnte Josef Wessels den Energiegenossen anhand von Zahlen, Daten, Fakten und Tabellen berichten. „Aufgrund der Leistung geht der Trend eindeutig zur Windkraft“, so seine Einschätzung. Aber auch die Photovoltaikanlagen der Genossenschaft auf den Dächern des Schulzentrums sowie im Bioenergiepark arbeiten gut. „Spitze ist die Anlage im Bioenergiepark, die eine Bombenleistung schafft“, so Wessels. Die in der Nachbarschaft sich drehenden Windräder beeinträchtigen ihm zufolge die Solaranlage nicht. Allerdings hat im Bereich der Verwaltungsgebäude im Bioenergiepark ein Marder offensichtlich Geschmack gefunden an der Verkabelung der Module, während im Bereich der Gesamtschule Tauben mit ihren Hinterlassenschaften die Leistung der PV-Anlagen schmälern. Hier musste eine Reinigung Abhilfe schaffen.

Die guten Ergebnisse der Energiegenossenschaft belegte Alfred Wennemann mit umfangreichen Zahlen, die den Jahresabschluss 2014 kennzeichnen. „Geordnete Vermögensverhältnisse“ attestierte der Prüfungsbericht des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes. So stand der einstimmigen Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates nichts entgegen. Bei den Wahlen waren sich die Genossen ebenfalls einig: Sie sprachen Aufsichtsratsmitglied Norbert Winter weiterhin das Vertrauen aus.

 Wie geht es weiter in der Energiegenossenschaft? Können Genossen oder Neueinsteiger weitere Anteile erwerben? „Stromspeicherung ist das Thema der Zukunft“, machte der Aufsichtsratsvorsitzende Ewald Baar deutlich, konkrete Beteiligungsangebote seien aber noch nicht geplant. Anders im Windbereich: Wenn über den Windpark im Sinninger Feld entschieden ist, könnte „Energie für Saerbeck“ wieder aktiv werden. „Dann werden wir als Genossenschaft. wieder investieren und Kapital einsammeln“, so Ewald Baar.

 

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